Die Härtereien Reese
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  Nitrieren
[Alternative
zum Salzbad-
nitieren
]
Beim Nitrieren nimmt die Oberfläche des Werkstücks durch eine thermochemische Behandlung Stickstoff auf. Dadurch erhöhen sich neben der Härte auch Verschleißfestigkeit, Dauerfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Beim Gasnitrieren bzw. Plasmanitrieren werden Schichtdicken von 0,1 bis 0,8 mm erreicht. Mit einem von den Härtereien Reese entwickelten Verfahren, dem Profundinieren, sind Schichtdicken bis 1,2 mm erzielbar. Erfolgt die Behandlung in Mitteln, die eine Anreicherung der Randschichten mit Stickstoff und Kohlenstoff bewirken, spricht man vom Nitrocarburieren.

Zahnrad während des Plasmanitrierens

  Da beim Nitrieren keine Gefügeumwandlung im Sinne derAustenit-Martensit-Umwandlung stattfindet, läßt sich durch dieses Verfahren eine gute Maßbeständigkeit erreichen. Es ist in der Regel lediglich ein minimaler Schichtdickenzuwachs von ca. 15 µm zu berücksichtigen. Grundsätzlich sind fast alle Stähle - besonders die mit Cr, Mo, Al, Ti, Va legierten - nitrierbar; Nitrierstähle findet man in der DIN 17211.

Die besten Ergebnisse werden erreicht, wenn die Werkstücke vergütet und spannungsarm geglüht sind. Seine bevorzugte Anwendung findet das Nitrieren bei Gleit- und Wälzpaarungen wie z. B. Kolben und Getriebeteilen und überall dort, wo ein hohes Maß an Verschleißfestigkeit verlangt wird.

     
     
     
   

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