Die Härtereien Reese
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    Nitrieren im Plasma - auch für sehr große Bauteile
Härterei Reese nimmt neue Großanlage in Betrieb - Teil I -
    Ab Januar 2001 kann die Plasmatechnologie auch für das Härten von Bauteilen mit einem Durchmesser bis 2.500 mm genutzt werden. Damit festigt die Härterei Reese Bochum ihre Spitzenstellung in der Wärmebehandlung besonders großer Werkstücke. Die neue Plasmanitrieranlage - eine der größten ihrer Art - bietet nicht nur technologische Vorteile. Entscheidend ist besonders die Wirtschaftlichkeit, denn der Härteverzug lässt sich auf ein Minimum reduzieren. Das Puls-Plasma-Verfahren eignet sich zum Nitrieren und Nitrocarburieren sowie für die prozessintegrierte Korrosionsschutzbehandlung.

    Das Plasma als "vierter Aggregatzustand" bietet in der Härtetechnik besondere Vorteile: Im Plasma können die für das Härten erforderlichen chemischen Reaktionen bei deutlich kürzeren Prozesszeiten stattfinden - das bedeutet Zeitgewinn für den Kunden. Der Prozess lässt sich hervorragend regeln. Das sorgt für reproduzierbare Ergebnisse und für den Aufbau spezieller, auf die technischen Anforderungen hin optimierter Schichten. Zugleich ist der Härteverzug minimal und das Schichtwachstum mit wenigen Mikrometern extrem gering. Somit kann die kosten- und zeitaufwendige Nachbearbeitung entfallen. Das hat weiterhin den Vorteil, dass die volle Nitriertiefe zur Verfügung steht, weil der Schleifprozess entfällt.

Puls-Plasma-Verfahren: Besonders gut regelbar
All das sind gute Gründe für die Hersteller von hochbelasteten Komponenten, bei der Wärmebehandlung auf Plasma-Technologie zu setzen.

Die vom Siegener Anlagenbauer PlaTeG Plasma Technik Grün GmbH gebaute Anlage nutzt das Puls-Plasma-Verfahren, bei dem das Plasma in pulsförmigen Intervallen aktiviert wird. Das sorgt zum einen für eine besonders gute Regelbarkeit des Wärmebehandlungsprozesses; zum anderen verhindert man damit auch die Bildung von Lichtbögen, die die Oberfläche schädigen könnten.

 

Nitrieren, Nitrocarburieren und Korrosionsschutz-Behandlung
Die neue Anlage arbeitet mit den Reaktionsmedien Stickstoff und Wasserstoff, beim Plasma-Nitrocarburieren kommt ein kohlenstoffhaltiges Gas hinzu.

Da die Anlage über eine konventionelle Zusatzheizung verfügt, verkürzen sich die Prozesszeiten nochmals gegenüber einer konventionellen Plasma-Härteanlage.

Durch eine kontrollierte, in den Prozess integrierte Oxidationsbehandlung können die Teile zusätzlich mit einem Korrosionsschutz versehen werden.

Fortsetzung

Abb.: Beispielbild einer Plasma-Nitrieranlage. Eine wesentlich größere Anlage wird derzeit bei der Härterei Reese Bochum installiert.

     
     
     
   

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