| Unter Härten versteht man eine Wärmebehandlung, bei der ein
Stahl aus der Austenitphase
(Temperatur über 723 Grad Celsius) schnell abgekühlt
wird, um die Bildung von Perlit-
oder Ferritphasen zu
verhindern. Es entsteht ein martensitisches
Gefüge, das sich durch seine hohe
Härte auszeichnet. Dem Härtevorgang folgt das Entspannen oder Anlassen, um dem Stahl einen gewissen Zähigkeitsgrad zurückzugeben. Angewandt wird dieses Verfahren bei Präzisionsbauteilen der Feinwerktechnik, Werkzeugen für Warm- und Kaltarbeit und anderen höchstbelasteten Bauteilen wie Messern, Scheren, Sägen, Stanz- und Preßwerkzeugen, Zugstangen u. a. Beim Vergüten erfolgt nach dem Härten ein Anlassen bei sehr hohen Temperaturen (bis zu 700 Grad Celsius). Ziel des Vergütens ist, dem Stahl eine möglichst hohe Festigkeit bei gleichzeitig hoher Zähigkeit zu geben. Das Vergüten empfiehlt sich besonders bei Bauteilen, die plötzlich eintretenden Kräften ausgesetzt sind, und bei Sicherheitsbauteilen, die einer sehr hohen Verformung standhalten müssen. |
Entscheidend
für den Erfolg der Vergütungsbehandlung ist die
gleichmäßige Erhitzung des Werkstückes auf die
vorgeschriebene Härtetemperatur,
ein einwandfreies Abschrecken
sowie ein gleichmäßiges und genaues Anlassen.
Härtecharge kurz vor dem Eintauchen in das Ölbad |
||||
|
Web-Design: Zeres GmbH, Bochum Copyright © 1997 Zeres GmbH, Bochum |